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Owncloud: Selbst gemachter Cloudspeicher mit Virenschutz

 

Die kostenlose Cloud-Speicherlösung Owncloud ist in Version 5 erschienen und bietet nicht nur einen Virenschutz, sondern auch verbesserte Foto-, Adress- und Kalenderfunktionen. Nutzer können Owncloud im Gegensatz zu Dropbox auf dem eigenen Webspace installieren.

Über 100 Änderungen sind in die Cloud-Speicherlösung Owncloud in Version 5 eingegangen. Zu den wichtigsten gehört ein eingebauter Virenscanner. Aber auch eine aufgeräumte Benutzeroberfläche, Verbesserungen bei der Kalender- und Adressverwaltung und dem Fotomodul zählen zu den Neuerungen. Der Funktionsumfang von Owncloud liegt damit weit über dem des Konkurrenten Dropbox.

Außerdem müssen Privatanwender und Unternehmen ihre Adressen, Termine, Bilder, Office-, Video- und Audiodateien nicht mehr einem Dienstleister anvertrauen, sondern können sie auf eigenen Servern oder bei einem Hosting-Dienstleister ihres Vertrauens im Inland speichern. Von dort können sie auch mit mobilen Geräten abgerufen werden. Dazu gibt es eigene Android- und iOS-Apps, die weniger als einen Euro kosten.

Die neue Benutzeroberfläche trennt die Inhalte deutlich von den Administrationsfunktionen. Einstellungen und die Logout-Funktion wurden unter einem Menüpunkt zusammengefasst. Wer will, kann nun die Oberfläche auch hinsichtlich der Farben und des restlichen Erscheinungsbilds über ein Theme anpassen. Zudem soll die Synchronisation schneller als bislang funktionieren.

Undo-Funktion für Missgeschicke

Wer aus Versehen eine Datei oder einen Ordner gelöscht hat, kann sie ab Owncloud 5 wieder herstellen. Eine entsprechende Funktion bietet beispielsweise Konkurrent Dropbox schon seit langem an. Außerdem hat Owncloud nun die freie Suchmaschine Lucene eingebaut, um die Volltextsuche in Dateinamen und -inhalten zu verbessern.

Viel wichtiger ist aber der eingebaute Virenschutz der Cloud-Lösung. Immer wenn eine Datei hochgeladen wird, überprüft sie die Virenschutzlösung Clam AV, bevor sie weiter verarbeitet und womöglich durch die Synchronisierung auf andere Geräte verteilt wird.

Die Foto-Anwendung von Owncloud wurde überarbeitet und erleichtert das Teilen der Bilder mit Dritten. Die Diashow-Funktion sorgt für einen besseren Überblick über die gespeicherten Bilder. Wie gehabt gibt es auch einen PDF- und ein ODF-Viewer sowie einen Texteditor in Owncloud.

Aufgemotzte Adress- und Terminverwaltung

Eine Funktion, die Dropbox bislang fehlt, ist eine Adressverwaltung. Die besitzt Owncloud schon länger und hat sie nun verbessert. Ab Version 5 können Kontakte in Kategorien verwaltet werden. Das Interface wurde außerdem so umgestellt, dass es sich automatisch an unterschiedliche Bildschirmgrößen etwa von Desktops, Notebooks und Tablets anpasst.

Im Kalender können Termine gegenüber Mitbenutzern als öffentlich oder privat kenntlich gemacht werden. Auch hier wurde eine Kategorisierung eingeführt, um einzelne Terminarten weiter zu differenzieren. Auch die für das Unternehmensumfeld interessante Unterstützung von LDAP- und Active Directory-Verzeichnissen wurde verbessert. So lassen sich nun unter anderem mehrere Verzeichnisse ansprechen.

Wer will, kann mit Hilfe der in Owncloud eingebauten Filesystem-Abstraktion mehrere Speicherorte zu einer einzelnen Cloud zusammenfassen, bei der der Anwender zum Beispiel seine Konten bei Google Drive, Dropbox und auf FTP-Servern zusammenfassen kann. Zur erhöhten Sicherheit kann nun auch das Secure File Transfer Protocol (SFTP) zur Kommunikation mit entsprechenden FTP-Servern genutzt werden.

Noch nicht fertiggestellt ist hingegen die serverseitige Verschlüsselung. Sie soll erst im April 2013 im Rahmen eines Updates erscheinen.

Owncloud 5 kann kostenlos über owncloud.org bezogen werden. Die Handgriffe, die vor dem Update-Prozess von älteren Versionen notwendig sind, erklärt ein separates Dokument. Über weitere Änderungen bei Owncloud 5 informiert das Changelog.

 

Artikel-Quelle:

www.golem.de/news/owncloud-selbst-gemachter-cloudspeicher-mit-virenschutz-1303-98181.html

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