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Paid Content: Telegraph und Sun werden kostenpflichtig

 

Rupert Murdoch ist konsequent: Ab Mitte des Jahres müssen Leser für die Onlineausgabe der Sun bezahlen. Auch der Telegraph verlangt künftig Geld für Onlineinhalte, erlaubt aber, einige Artikel im Monat kostenlos zu lesen.

Die britischen Tageszeitungen Daily Telegraph und Sun haben angekündigt, ihre Onlineinhalte kostenpflichtig zu machen. Die beiden Zeitungen setzen aber auf unterschiedliche Modelle der zahlungspflichtigen Inhalte.

Der Telegraph verlangt ab sofort 2 britische Pfund, umgerechnet 2,36 Euro, pro Monat für den Zugang zur Website. Wer zusätzlich noch die Tabletausgabe lesen möchte, zahlt 10 britische Pfund, das sind 11, 85 Euro. Wer den Telegraph bereits in der gedruckten oder der Tabletausgabe abonniert hat, kann die Website kostenlos nutzen.

Einige kostenlose Artikel…

Der Telegraph hat sich für eine teilweise zahlungspflichtige Lösung, im Englischen: Metered Paywall, entschieden: Nichtzahlende Nutzer dürfen 20 Artikel im Monat kostenlos lesen. Dieses Modell ist in den USA und Kanada beliebt. Die New York Times etwa hat es im Frühjahr 2011 eingeführt und erklärte nach einem halben Jahr, sie habe zehntausende zahlende Onlineabonnenten hinzugewonnen.

Die Wirtschaftszeitung Financial Times habe eine Metered Paywall, schreibt der Guardian. Der Telegraph sei aber die erste allgemeine Tageszeitung in Großbritannien, die sich für dieses Modell entschieden habe. Die internationale Website des Telegraph hat es schon seit einigen Monaten.

…oder komplett kostenpflichtig

Die Zeitungen Times und Sunday Times, die beide zu Rupert Murdochs Medienunternehmen News Corporation gehören, haben 2010 hingegen rigoros alle Inhalte kostenpflichtig gemacht. Der Leser bekommt lediglich einige Absätze kostenlos zu sehen. Mit wenig Erfolg: Ein Jahr nach der Einführung der Bezahlschranken war die Zahl der Seitenabrufe stark zurückgegangen, die Onlinereichweite von sieben Prozent auf zwei Prozent gefallen.

Dennoch ist Murdoch konsequent: Seine nächste Zeitung, das Boulevardblatt The Sun, macht ihr Onlineangebot ab Mitte des Jahres kostenpflichtig. Wie viel die Lektüre der Online-Sun kosten wird, ist noch nicht bekannt. Murdoch tritt seit Jahren vehement für kostenpflichtige Onlinenachrichtenangebote ein.

Den Zeitpunkt für die Einführung der Bezahlschranke bezeichnete Verleger Mike Darcey im Guardian als “fairly safe bet”, als ziemlich sichere Sache: Nicht nur, dass die Sun mit einer täglichen Auflage von 2,4 Millionen gedruckten Ausgaben und 30 Millionen Besuchern der Website am Tag die größte Zeitung des Landes ist. Die Sun hat für die nächste Saison eine Kooperation mit der ersten englischen Fußballliga geschlossen und wird auf ihrer Website Videos von Toren und anderen wichtigen Szenen aus den Spielen zeigen.

 

Übernommen aus:

www.golem.de

 

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